Inhalt

  1. Allgemeine Informationen
    1. Gültigkeit der Norm
    2. Änderung der Norm
  2. Modulkasten
    1. Allgemein
    2. Material
    3. Maße
      1. Tiefe der Module
      2. Breite der Module (Länge)
    4. Kopfbrett
      1. Herstellung
      2. Maße und Zeichnung
    5. Trassenbrett
    6. Beine
      1. Standard Modulbein
      2. Maße und Zeichnung
      3. Halteplatte für Modulbein
    7. Modulverbindungen
  3. Sondermodule
    1. Wechselmodul
    2. Winkelmodul (Kurven)
  4. Gleise
    1. Gleismaterial
    2. Gleisradien
    3. Gleisstöße
    4. Gleisunterbau
  5. Gestaltung
    1. Landschaft
    2. Epoche
  6. Elektrik
    1. Digitalsystem
    2. Bussystem
    3. Einspeisung
    4. Kabelkonfektionierung
    5. Besetztmelder – Gleisabschnitte

1. Allgemeine Informationen

1.1. Gültigkeit der Norm

In diesem Dokument wird die Modulnorm für die Spur N Gruppe der „Eisenbahnfreunde Schwarzenbek e.V.“ beschrieben.

In der Fassung vom 24.01.2016, erstellt von Michael Berbüsse, Hannes Bremert und Dirk Steiger.

Die hier aufgeführten Angaben sind bindend, damit alle Module untereinander kombinierbar sind. Module, die nicht der Norm entsprechen und nach dem Inkrafttreten der Norm gebaut wurden, werden nicht in die Anlage eingebaut.

1.2. Änderung der Norm

Änderungs- /Ergänzungswünsche können jederzeit von den Mitgliedern der „Eisenbahnfeunde Schwarzenbek e.V.“ schriftlich beim Vorstand eingereicht werden.

Über die Aufnahme der Änderung/Ergänzung entscheidet der Vorstand in Abstimmung mit dem vom Vorstand eingesetzten Modulplanungsteam. Die Namen der Mitglieder des Modulplanungsteams werden hier nicht erwähnt, damit die Norm bei Mitgliederwechsel nicht aktualisiert werden muss.

Die Namen sind beim Vorstand zu erfragen.

2. Modulkasten

2.1. Allgemein

Jeder Erbauer muss seine Module selbst transportieren können. Die Rechtwinkligkeit des Rahmens ist zu gewährleisten. Alle Verbindungen müssen geschraubt und verleimt sein um einen verwindungssteifen Aufbau zu gewährleisten.

Abweichungen sind mit dem Modulplanungsteam und/oder dem Vorstand zu besprechen. Die Entscheidung obliegt dem Vorstand in Abstimmung mit dem vom Vorstand eingesetzten Modulplanungsteam.

2.2. Material

Zum Bau des Modulkastens muss folgendes Material verwendet werden:

Rahmen:
15mm Multiplex Holz (Höhe 100mm)

Trassenbretter:
12mm Multiplex Holz

2.3. Maße

2.3.1. Tiefe der Module

Die Standardtiefe der Module beträgt 600mm.

2.3.2. Breite der Module (Länge)

Die Modullänge muss aus folgenden Maßen gewählt werden:
400mm, 800mm, 1000mm, 1200mm.

2.4. Kopfbrett

2.4.1. Herstellung

Die Kopfbretter (15mm x 100mm x 600mm Multiplex Holz) müssen mit einer Schablone gebohrt werden. Bei eingleisigen Modulen ist die Gleislage 150mm von der Vorderkante. Eine weitere Schablone wird benötigt um die Gleislage exakt auszurichten.

Die Schablonen liegen im Vereinsheim aus.

2.4.2. Maße und Zeichnung

2.5. Trassenbrett

Das Trassenbrett ist aus 12mm Multiplex Holz herzustellen.

2.6. Beine

2.6.1. Standard Modulbein

Jedes Modul ist mit einem Bein auszustatten. Wendemodule benötigen 2 Beine.
Die Beine müssen einen Höhenunterschied von mindestens 20mm ausgleichen können.
Dazu werden in die Beine unten Muffen mit M8 Gewinde eingeschraubt.
Alle Verbindungen müssen verleimt und verschraubt werden!

2.6.2. Maße und Zeichnung

2.6.3. Halteplatte für Modulbein

Für jedes Modulbein werden zwei Halteplatten aus 9mm Multiplex Holz und 44x44mm Kantholz angefertigt, die unter dem Modulrahmen befestigt werden.

2.7. Modulverbindungen

Zum Verbinden der Module werden 2 Schrauben M8x60 mit Unterlegscheiben und Flügelmuttern verwendet.

3. Sondermodule

3.1. Wechselmodul

Für ein Wechselmodul werden die Gleise auf einer Seite auf 120mm und 150mm von der Hinteren Kante gelegt. In diesem Modul muss auch auf einer Seite das rote und schwarze Kabel in der Buchse vertauscht werden.

3.2. Winkelmodul (Kurven)

Winkelmodule müssen in folgenden Gesamtwinkel gebaut werden: 15°, 30° oder 45°.
Wobei jeweils der Winkel auf beiden Seiten zur Hälfte eingebaut wird.

Die Länge der Innenseite soll 500mm betragen.

4. Gleise

4.1. Gleismaterial

Als Gleismaterial wird ausschließlich Peco Code55 Gleis verwendet.

4.2. Gleisradien

Die Gleisradien sollen auf freier Strecke mindestens 500mm und sonst mindestens 350mm betragen. Als Ausnahme kann innerhalb von Industrieanlagen auch ein kleiner Radius gebaut werden. Dabei ist darauf zu achten, dass ein sicherer Betrieb gewährleistet ist.

4.3. Gleisstöße

Die Gleisstöße werden an den Modulenden auf Messingschrauben verlötet.

4.4. Gleisunterbau

Unter den Gleisen ist ein Trassenbrett aus 12mm Multiplex Holz zu montieren.
Hierauf wird ein geeignetes Material in 2mm Stärke zur Schalldämmung aufgebracht. Vorzugsweise Kork oder Trittschalldämmung. Sollen andere Schalldämm-Materialien verwendet werden, ist dies mit dem Modulplanungsteam und/oder dem Vorstand zu besprechen. Die Entscheidung obliegt dem Vorstand in Abstimmung mit dem vom Vorstand eingesetzten Modulplanungsteam.

Der Bahndamm soll an seiner Basis bei zweigleisiger Strecke 60mm und bei eingleisiger Strecke 30mm breit sein.

Die Gleise müssen für die Betriebssicherheit auf einer Länge von 50mm in allen Achsen rechtwinklig zum Kopfbrett verlaufen.

Die Gleishöhe über dem Fußboden beträgt 950mm.

5. Gestaltung

5.1. Landschaft

Auf der Anlage soll Sommer bis Frühherbst dargestellt werden. Damit die Übergänge von Modul zu Modul möglichst harmonisch zusammenpassen, darf an den Modulenden ausschließlich Landschaft dargestellt werden.

Erhöhungen und Vertiefungen sind zu den Modulenden auf Höhe ‚0‘ zurückzuführen. Der Abstand der Bebauung (außer Landschaft) muss 30mm zu den Modulenden betragen.

5.2. Epoche

Epoche III (ab 1949 bis heute).

6. Elektrik

6.1. Digitalsystem

Gefahren wird DCC. Selektrix und Motorola werden nicht unterstützt. Zusätzlich kommt ein PC mit Traincontroler Gold zum Einsatz. DCC Schaltdecoder können verwendet werden, wenn sie eine eigene Stromversorgung haben.

6.2. Bussystem

Als Bussystem wird das LocoNet® System verwendet. S88 Bus wird nicht unterstützt. Zum Einsatz kommen GCA Selbstbauplatinen, die in das LocoNet® eingebunden werden (http://www.phgiling.net).

Bausteine anderer Hersteller können ebenfalls verwendet werden, sofern sie dem LocoNet® Standard entsprechen.

LocoNet® Kabel mit RJ12 Stecker können in beliebiger Länge über den Verein bezogen werden.

6.3. Einspeisung

Die Einspeisung der Gleisspannung darf nicht weiter als 1m auseinander liegen. Es muss an jedem Ende eines Moduls eine Einspeisung angebracht werden.

6.4. Kabelkonfektionierung

Gleisspannung:
Rot (+ vordere Schiene); Schwarz (- hintere Schiene);

Lichtstrom 16V AC:
Grün/Gelb + ; Braun -.

Der Kabelquerschnitt für die Gleisspannung und Lichtstrom beträgt 1,5mm².
Alle anderen Querschnitte müssen gemäß den Vorschriften für Elektrik ausgelegt werden.

Zur elektrischen Verbindung der Module werden Steckverbindungsklemmen verwendet.
Hierbei sind an beiden Seiten, ca.10cm vom Ende entfernt, innen ein Buchsenteil zu befestigen.
Die Kabelfarben sind in folgender Reihenfolge von rechts nach links in dem Buchsenteil zu montieren.
Rot – Schwarz – Grün/Gelb – Braun
ACHTUNG: DAS GRÜN/GELBE KABEL DIENT DER LICHTSPANNUNG VON 16V AC!
Im Stecker ist die gleiche Reihenfolge dann von links nach rechts. Blickrichtung ist immer von der Kabelseite.
Zum verbinden werden ca. 60cm lange Kabelstücke mit den Steckerteilen angefertigt.

6.5. Besetztmelder – Gleisabschnitte

Für die Computersteuerung der Anlage muss das Süd Gleis (rotes Kabel) auf jedem Modul das Weichen und / oder Signale enthält in mindestens 2 Abschnitte unterteilt werden. Bahnhofsgleise werden in 3 Teile unterteilt. Jeder Abschnitt erhält einen eigenen Stromanschluss.

Module, die keine Weichen/Signale enthalten, brauchen keine Unterteilung.

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